Osteopathie bei Nasenneben­höhlenentzündung

OsteopathieHinter der Osteopathie verbirgt sich die Theorie, dass die Knochen lebenslang elastisch miteinander verbunden bleiben. Der Osteopath sieht den Patienten als Einheit aus Körper, Geist und Seele.

Die Behandlung erfolgt als manuelle Therapie, das bedeutet, dass Griffe und Drucktechniken eingesetzt werden. Zur Therapie einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung ist die Osteopathie weniger geeignet, da die Erkrankung ohnehin bereits zu schmerzhaften Druckgefühlen führt. Zusätzlich auf die Gesichtsknochen Druck auszuüben, würde die Schmerzen nur verstärken.

Prävention & Therapie

Stattdessen kommt die Osteopathie zum Einsatz, wenn die Beschwerden bereits nachgelassen haben. Das Ziel der Behandlung ist es, das erneute Auftreten einer Nasennebenhöhlenentzündung zu verhindern oder eine chronische Sinusitis zur Abheilung zu bringen. Die Therapie ist in mehrere Sitzungen gegliedert, wobei die Abstände zwischen den Behandlungen sich schrittweise vergrößern. Durch die speziellen Techniken sollen Muskelverspannungen und Blockaden gelöst, die Lymphbahnen freigemacht und die Durchblutung verbessert werden. In der Summe soll so die Immunabwehr gestärkt werden. Patienten mit Osteoporose, wie sie bei älteren Frauen häufig vorkommt, sollten einem Osteopathen mitteilen, dass sie an einer Verringerung der Knochendichte leiden, da dies bei der Behandlung berücksichtigt werden sollte. Gegen anatomische Ursachen einer Nasennebenhöhlenentzündung kann die Osteopathie nichts ausrichten – bei Polypen oder einer schiefen Nasenscheidewand ist der HNO-Arzt der bessere Ansprechpartner.