Akute Sinusitis frontalis

Akute Sinusitis FrontalisEine akute Entzündung der Stirnbeinhöhle entsteht durch eine Blockierung der Öffnung der Siebbeinhöhle. Anatomische Varianten spielen eine besondere Rolle für die Krankheitsentstehung. Eine Sonderform der akuten Sinusitis frontalis ist die Barosinusitis, die entsteht, wenn ein Druckausgleich beispielsweise beim Fliegen oder Tauchen ausbleibt.

Die Sinusitis frontalis äußert sich typischerweise mit bohrenden Schmerzen im Bereich der Stirn. Das Stirnbein steht in enger Nachbarschaft mit der Augenhöhle und dem Gehirn. Entsprechend können sich Komplikationen einstellen: Ein geschwollenes Augenlid deutet auf eine Ausbreitung der Entzündung in die Augenhöhle hin. Vor allem im Kindesalter sind solche Komplikationen im Bereich der knöchernen Augenhöhle keine Seltenheit, weil die knöcherne Trennwand noch sehr dünn ausgeprägt ist. Bei einem steifen Nacken, Lichtempfindlichkeit, Fieber und Erbrechen sollte an eine Hirnhautentzündung (Meningitis) gedacht werden.

Therapie

Die Behandlung kann mit Einlagen in den mittleren Nasengang, die die Schleimhaut zum Abschwellen bringen, erfolgen. Eventuell muss der Abfluss des Sekrets erleichtert werden. Eine Drainage kann im Rahmen einer Nasenspiegelung angelegt werden. Seltener wird eine Stirnhöhlenpunktion nach Kümmel-Beck durchgeführt, die eine Bohrung durch die untere, vordere Stirnhöhlenwand beschreibt.

Eine Operation ist nur selten notwendig, wenn die Sinusitis frontalis chronisch, wiederkehrend oder kompliziert verläuft. Der Großteil, nämlich etwa 90 Prozent der Operationen, wird endoskopisch endonasal – also mittels Nasenspiegelung von innen – durchgeführt.