Yoga bei Nasenneben­höhlenentzündung

YogaYoga ist eine Gruppe physischer und geistiger bzw. praktischer Übungen aus dem alten Indien. Es gibt eine Reihe von Schulen mit unterschiedlichen Zielen. Die beiden bekanntesten sind Hatha yoga and Rāja yoga.

Yoga wird im Allgemeinen ein positiver Effekt auf das Immunsystem zugeschrieben. Die Atem- und Körperübungen wirken entspannend und mindern Gefühle von Stress. Stress wiederum schwächt das Abwehrsystem. Bei einer akuten Erkrankung sollten jedoch Yoga-Übungen vermieden werden, bei denen der Kopf nach vorne geneigt oder nach unten gehalten werden muss.

Beispiele für solche Übungen, die die Schmerzen verstärken können, sind das Dreieck, der herabschauende Hund und die Brücke aus dem Hatha-Yoga. Kranke sollten Sport grundsätzlich langsam angehen und nichts tun, was ihnen nicht gut tut.

Bhramarin – „Bienenatmung“

Beim Bhramarin handelt es sich um eine Atemübung, bei der man beim Ausatmen summt wie eine Biene. Dies erzeugt im Körper Vibrationen, die die Durchblutung anregen. Gerade bei einer Nasennebenhöhlenentzündung kann man hiermit die Heilung beschleunigen, da durch die verbesserte Durchblutung das Immunsystem die entzündungsverursachenden Erreger besser erreichen und bekämpfen kann. Auch kann durch die Vibration der Schleim in den Nasennebenhöhlen mechanisch in Bewegung geraten und sich somit leichter lösen.

Anleitung

  • Begeben Sie sich in eine bequeme Sitzposition mit aufrechtem Rücken.
  • Atmen Sie durch beide Nasenlöcher tief ein.
  • Versuchen Sie, beim Ausatmen wie eine Biene zu summen.
  • Beim anschließenden Einatmen erzeugen Sie einen Schnarchton.
  • Achten Sie darauf, ruhig auszuatmen und intensiv einzuatmen.
  • Verschiedene Tonlagen des Summens erzeugen Vibrationen in unterschiedlichen Körperregionen. Probieren Sie einige aus, bis sie eine Vibration erzeugen, die in den Nebenhöhlen positioniert ist.
  • Praktizieren Sie diese Übung mindestens 10, besser 20 Minuten.

Wechselatmung

Eine Atemtechnik aus dem Yoga Vidya ist die sogenannte Wechselatmung. Abseits der positiven Eigenschaften dieser Übung für den Geist, sorgt diese auch direkt für eine leichtere Nasenatmung, und kann somit die Belüftung der Nasennebenhöhlen verbessern. Eine gute Belüftung der Nebenhöhlen ist entscheidend für den Abfluss von Nasenschleim.

Anleitung

  • Sorgen Sie für eine entspannte Atmosphäre.
  • Setzen Sie sich auf einen bequemen Stuhl.
  • Schließen Sie die Augen.
  • Nun mit dem Daumen der rechten Hand das rechte Nasenloch schließen.
  • Jetzt 4 Sekunden lang durch das linke Nasenloch einatmen. Dabei sollten sich die Lungen zu ¾ gefüllt anfühlen. Achten Sie darauf, dass sich ihr Bauch nach vorne wölbt.
  • Im Anschluss an die Einatmung schließen Sie nun beide Nasenlöcher fest zu und halten den Atem ca. 4 Sekunden an.
  • Öffnen Sie ihr rechtes Nasenloch und atmen Sie für 8 Sekunden aus.
  • Durch dasselbe Nasenloch 4 Sekunden einatmen. Das linke Nasenloch ist noch geschlossen.
  • Wieder beide Nasenlöcher fest schließen und 4 Sekunden den Atmen anhalten.
  • Abschließend durch das linke Nasenloch wieder 8 Sekunden ausatmen.
  • Diesen Ablauf mindestens 5 mal wiederholen.